#67 Müssen wir Sicherheit neu denken, Anabel Ternès von Hattburg?
Shownotes
„Sicherheit ist nicht die Mauer um die Burg, sie ist die Fähigkeit, mit dem Sturm zu tanzen“, hat der Gast dieser Podcastfolge in einem Vortrag mal gesagt. Prof. Dr. Anabel Ternès ist mehrfache Gründerin, Autorin und beschäftigt sich in unterschiedlichen Rollen mit Zukunftsszenarien, besonders im Zusammenhang mit Digitalisierung und KI. Und sie beobachtet eine Paradoxie in Gesellschaft und Unternehmen: Wir haben so viele Daten und Technologien zur Verfügung wie nie. Mit ihrer Zunahme aber wächst die Angst vor Veränderung. Wie wir diese Angst nutzen und in Anpassungsfähigkeit umwandeln – wie wir also im Sturm tanzen, statt uns der Veränderung zu verwehren –, darum geht es in dieser Folge von „Alles Digital?!“, dem Podcast der Finanz Informatik zu Innovationen in der Finanzwelt mit Host Jonas Ross.
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00:00:08: Wir leben in einer Zeit der Paradoxin.
00:00:12: Das findet sie.
00:00:13: Auf der einen Seite lieben wir unsere KI und hängen, hey, wie cool, das kann die KI machen.
00:00:18: Und auf der anderen Seite verschwinden wir dahinter und fragen uns mit Angst, wer bleiben wir denn und wo haben wir denn noch Platz bei all dem?
00:00:26: Das ist Prof.
00:00:28: Dr.
00:00:28: Annabel
00:00:29: Ternes.
00:00:30: Anstelle zu sagen, das ist ein Instrument, ich hol's mir, ich arbeite damit und die Regierer erst fühlen wir uns dem ausgeliefert
00:00:39: und
00:00:40: verhalten uns so, als wenn wir Lämminger sind und einfach nur hinterherlaufen können.
00:00:43: Der Hintergrund zu Ternes Aussage ist diese Annahme.
00:00:47: Noch nie standen uns so viele Daten, Technologien und Informationen zur Verfügung.
00:00:52: KI hält in unterschiedlichste Bereiche Einzug oder hat sie längst umgekrempelt.
00:00:58: Und trotzdem beobachtet Tarnes eine wachsende Unsicherheit in der Gesellschaft und in Unternehmen.
00:01:04: Eine Angst vor Veränderung.
00:01:06: Aber was entgegnet man so eine Angst?
00:01:09: Genau darum geht es in dieser Folge von Alles Digital.
00:01:25: Und damit hi und herzlich willkommen zu dieser neuen und letzten Folge für dieses Jahr von Alles Digital, dem Podcast der Finanzinformatik zu digitalen Innovationen.
00:01:36: Produziert wird der Podcast vom Studio ZX, einem Unternehmen der Zeit Verlagsgruppe.
00:01:41: Ich bin Ihr Host und mein Name ist Jonas Ross.
00:01:47: Annabel Ternes von Hartburg.
00:01:50: Kurz Annabel Ternes ist unter anderem Gründerin und Autoren.
00:01:55: Und sie beschäftigt sich in unterschiedlichen Rollen mit Zukunftsszenarien, besonders im Zusammenhang mit Digitalisierung und KI.
00:02:04: Und Forsche vor allem dazu, wie Digitalisierung uns verändert, was sich da macht und wie wir am besten auf die Digitalisierung reagieren können.
00:02:14: Forsche zu Trends, zu Innovation.
00:02:20: Wie Menschen und Unternehmen die Fortschritte in diesen Bereichen gemacht werden, als solche erkennen, wie sie ihre Angst vor Veränderungen in Anpassungsfähigkeit wandeln und welche Vorteile dadurch entstehen können.
00:02:32: Das weiß sie und genau darum geht es jetzt
00:02:35: auch im Interview.
00:02:37: Also los geht's!
00:02:45: Mein Gast in dieser Folge von Alles Digital ist Annabelle Ternes und ich freue mich sehr, dass du da bist.
00:02:50: Hallo Annabelle, herzlich willkommen.
00:02:51: Hi Jonas, ich freue mich sehr auf unseren Podcast.
00:02:54: Wenn man sich damit beschäftigt, was du so machst, dann ist die Liste der Dinge, die du ... die zu deiner Expertise zählen sehr lang.
00:03:01: Wie würdest du dich selbst bezeichnen?
00:03:04: Das ist eine schöne Frage.
00:03:06: Je nachdem, normalerweise, wo ich stehe, erzähle ich auch eine andere Geschichte.
00:03:11: Gestern zum Beispiel habe ich auf dem Cross Mentoring Meeting gesprochen von allen Frauenorganisationen der Landeshauptstadt Düsseldorf und Köln.
00:03:23: Da habe ich eine Geschichte erzählt, wie ... ich mit achtzehn verheiratet wurde und sang ganz lange in diesem patriarchalischen System drin war, obwohl ich seit ich sieben bin, als Aktivistin, Umweltaktivistin angefangen habe.
00:03:40: Und das Reiß schließt sich dann wieder, wann ich heute Schirmherrendes UN World Cleanup Days bin.
00:03:46: Und auf der anderen Seite neben meiner Aktivistinnenrolle.
00:03:51: Bin ich aber auch mittlerweile, seitdem mich vor zwölf Jahren ein Skiunfall niedergeschlagen hat und aus dem Topmanagement im Konsumgüterbereich rausgehauen hat, bin ich auch Wissenschaftlerin.
00:04:02: und Forscher vor allem dazu, wie Digitalisierung uns verändert, was sich da macht und wie wir am besten auf die Digitalisierung reagieren können.
00:04:13: Forscher zu Trends, zu Innovationen habe dazu eine Zukunftsagentur und auch ein Institut für Innovationen, Nachhaltigkeitsmanagement.
00:04:21: und Professoren habe ich gerade momentan vier, die ich damit ausfülle.
00:04:26: Bin aber auch Serielle Gründerin, habe aktuell die CEO-Rolle für eine Softwarebude.
00:04:31: weil ich auch Programmierer drin bin und eine mentale Gesundheitsplattform, wo wir gerade an der KI dran sind, weil Gesundheit liegt mir sehr nah und nicht nur deswegen, weil ich Psychologin bin und lange Zeit mich auch mit Therapieformen beschäftigt habe für für Kinder, die schwerst kriminell sind, sondern auch, weil ich finde, es ist großartig, was unser Körper und Geist, wenn die zusammenspielen, so machen kann, ganz ohne Pflaster, ganz ohne Medikamente, weil wir selbst häufig unsere beste Medizin sein können.
00:05:06: Und dann bin ich neben einem Kinotspeaker.
00:05:09: Ich bin TatEx-Speaker, schreibe sehr viel.
00:05:12: Ich habe fünfzig Bücher geschrieben und zwei sind da mitgeschrieben und bin Journalist.
00:05:15: Ich habe über vierhundertsiebzig Publikationen verfasst, habe eine Radioshow wöchentlich in London.
00:05:21: zu dem Thema We Empower, wo ich starke Persönlichkeiten vorstelle.
00:05:25: Und seit kurzem Fernsehshow, auf die ich mich wahnsinnig freue, weil wenn der mich... Sie sind auf ihn noch nicht
00:05:31: gestoßen.
00:05:31: Ja, da freue ich mich riesig drauf.
00:05:33: Das mache ich mit Forumnachhaltigwirtschaften zusammen, bei dem ich im Kuratorium bin.
00:05:37: Und es geht darum, dass wir tolle Beispiele vorstellen.
00:05:40: Also starke Start-ups, die dich zu Tränen rühren, die dich begeistern, die dich zum Lachen bringen, die dir das Gefühl geben, hey.
00:05:49: Deutschland ist auf dem Weg nach vorne.
00:05:51: Wirklich.
00:05:52: Du kannst es glauben.
00:05:56: Eine Sache, auf die ich auch noch gestoßen bin, zu der ich dich fragen wollte, war Get Your Wings.
00:06:00: Also sozusagen die Idee, dass man digitale Kompetenzen auch weiter gibt an eine... Weit an eine neue Generation, kannst du mir dazu noch was erzählen?
00:06:10: Ja, ich habe seit Ewigkeiten, also wie du jetzt ja weißt, seit ich eben sieben Jahre bin, setze ich mich ein für Kinderrechte, Tierrechte, Umweltrechte, Frauenrechte.
00:06:20: Und ich tue das für eine Welt, in der wir leben möchten, für eine Welt, die auch enkelfähig ist.
00:06:28: Mit Gertja Wings habe ich mir etwas ausgedacht, ein Konzept, dass digitale Fähigkeiten und die Fähigkeiten zur Sustainability, zur Nachhaltigkeit, beide fördert.
00:06:38: Weil ich der Ansicht bin, wenn wir nur der Digitalisierung hinterherlaufen oder uns nur in der digitalen Transformation befinden und komplett vergessen, wo wir denn leben, wohin wir gehören.
00:06:50: Ja, was auch unsere, was uns auch ausmacht von dem, woher wir kommen, dann verlieren wir uns selber.
00:06:56: Und ich habe zum Beispiel das Spiel programmiert Code and Save the Planet.
00:07:02: Das ist ein Spiel, das wir gratis anbieten, wo man nicht nur lernt, die Grundlagen des Codings zu beherrschen, sondern auch kolaborativ zu arbeiten, die Future Skills lernt und ganz hier mitbekommt über Umweltschutz.
00:07:13: Und so sind eben meine Ansätze, dass ich versuche zu verbinden.
00:07:17: Denn wir leben in einer digitalen Welt, das ist ganz klar.
00:07:20: Das ist eine mega Herausforderung für Kinder, für Erwachsener, für jeden von uns.
00:07:25: Einige spüren es mehr und einige spüren es weniger.
00:07:28: Aber ich glaube, es ist wichtig, dort einfach Halt zu geben, Orientierung zu geben und Menschen stark zu machen, ihnen zu zeigen, wie viel Potenziale in ihren Schlummern.
00:07:39: Und deswegen finde ich, ist ja auch bei aller Digitalisierung der Bezug zur Menschsein, zur Natur.
00:07:46: unglaublich wichtig.
00:07:47: Wichtiger denn je.
00:07:49: Es ist ja aber so, deswegen fragte ich auch noch Gatya Wings, dass man eigentlich sagen muss, ja, es ist wahnsinnig wichtig, eine Kompetenz an eine neue Generation weiterzugeben, die vielleicht einen anderen, einen nativeren, einen besseren, vielleicht auch einen gesunderen Umgang findet mit der digitalen Welt, als es die Generationen davor tun, aber andererseits muss man sagen, es gelingt ja den Generationen davor schon.
00:08:11: Nicht hundert Prozent.
00:08:12: Also ist es nicht so, dass eigentlich auch noch wahnsinnig viel Lernbedarf, was den Umgang mit Digitalisierung und mit vor allem auch Sicherheit in der digitalen Welt, geht es dann noch sehr viel Nachhilfe eigentlich bedarf bei einer Generation, die jetzt eben gerade erwachsen ist und jetzt gerade diese Dinge bestimmt.
00:08:30: Ja, wir leben in einer Zeit, in der wir haufe ich hinterher laufen, in der wir auch unser Industriezeitalterdenken noch nicht Adapter gelegt haben.
00:08:40: Und wenn wir uns fragen, warum ist das so, obwohl wir es geschafft haben, dass wir zum Beispiel zum Unen fliegen und das ja nicht erst seit gestern, obwohl wir geschafft haben, dass wir in schwierige Gebiete, die kontaminiert sind, vordringen und dort mit Robotik-Sonnen-Solaranlagen zum Beispiel bauen, kriegen wir das andere nicht hin.
00:08:59: Das sind, glaube ich, auch ein Stück weit wir Menschen.
00:09:02: Wir haben häufig einen Horizont, der zu kurz ist.
00:09:07: Wir sind dann doch häufig das Säugetier, dass irgendwie doch mal irgendwie in der Höhle gelebt hat und sich vor dem Beeren retten musste.
00:09:16: Und wir denken häufig einfach wirklich viel zu kurz.
00:09:20: Und diese Begriffe wie Macht, Macht, Gier, Eifersucht, also diese Triebe, die uns ja auch beherrschen, die sind häufig stärker, als man denkt.
00:09:33: Und es ist teilweise, finde ich, erschreckend, wenn wir beispielsweise kriegerische Auseinandersetzungen angucken, zu wie viel Menschen fähig sind in dieser Zeit, wo wir doch eigentlich gelernt haben sollten.
00:09:47: Das ist etwas, was wirklich erschreckend ist, wie auch eben beispielsweise Digitalisierung.
00:09:52: Ein Instrument, das eigentlich ja total neutral ist, für Dinge genutzt wird, wo man sagen muss, haben wir das nicht eigentlich schon mal gelernt, dass miteinander besser ist, dass Kollaboration richtig stark macht und dass vielfältig sein das Beste ist, was uns palzieren kann, um Innovationen zu fördern und auch eine Agilität, Flexibilität.
00:10:12: Also auf eine Art ist es eine Angst vor der Veränderung, die glaube ich das Ganze ganz gut zusammenfasst.
00:10:19: Wahrscheinlich, also wir, vielleicht ist es auch eine sehr deutsche Eigenschaft, das weiß ich immer nicht.
00:10:24: Ich glaube Angst vor Veränderung ist etwas, was vermutlich dem so ein bisschen zu Grunde liegt.
00:10:30: Es ist einfach die Angst, dass es im Zweifel schlechter wird als besser, wenn sich etwas verändert.
00:10:35: Du hast mal gesagt, du hast mal gesprochen von einer Zeit der Paradoxie, einfach aufgrund der Veränderung, dass wir so viele Daten, Technologien und Informationen zur Verfügung haben wie noch nie und gleichzeitig wächst.
00:10:48: die Unsicherheit in der Bevölkerung oder in uns selbst.
00:10:53: Was für ein paradoxes Verhalten beobachtest du in Unternehmen beispielsweise oder in unserer Gesellschaft?
00:11:03: Gab es, glaube ich, noch nie so viel Informationshunger auf der einen Seite?
00:11:08: Also dieses Gefühl von Informationsgap auch, aber auf der anderen Seite auch noch nie.
00:11:12: gleichzeitig das Gefühl, so viel Informationsoverload zu haben, also gar nicht zu wissen, wo muss ich hingucken.
00:11:19: Auch dieses Gefühl, auf der einen Seite eben etwas Wissen zu wollen und auf der anderen Seite aber nicht zu wissen, ob es echt ist.
00:11:26: Das gab es, glaube ich, auch noch nie so sehr.
00:11:28: Und auf der einen Seite dem Nachbarn oder, ich sag mal, der Rosi zu vertrauen, die sich als Nachbarin outet, aber nicht meine.
00:11:36: Und auf der anderen Seite dem Arzt Dr.
00:11:38: Schulze nicht zu vertrauen, obwohl er doch die ganzen Abschlüsse hat.
00:11:44: weil ich denke die Rosi, die ist echt, auch wenn ich sie nicht kenne, aber sie ist eine Nachbarin, sie hat nicht diesen Doktor, da gehe ich davon aus, die wird nicht gekauft, aber der Doktor Schulze, da denke ich, naja, der wird wahrscheinlich gekauft, dem glaube ich nicht, auch das ist eine Paradoxie.
00:12:00: Das heißt dieses diese Believingmomente.
00:12:03: Wir haben natürlich hier auch eine ganz heftige Zeit durchgemacht, wo eben diese Trustgäfer die Kirche zum Beispiel enorm angegangen wurde und verloren hat, wo auch zum Beispiel andere Autoritäten wie Lehrer, Lehrkräfte oder auch Juristen oder auch Institutionen, Administrationen, wo wir sonst auch den Stempel bekommen haben, wenn wir einen Zocknis hatten und das einmal proven wollten, gibt es nicht mehr.
00:12:31: Das ist nicht mehr etwas, wo wir sagen, ja, den glauben wir.
00:12:35: Und wir sehen uns doch so sehr danach dem Glauben.
00:12:38: Und diese Paradoxien sehen wir auch beispielsweise beim Geld.
00:12:40: Auf der einen Seite lieben wir unser Handgeld, unser Hartgeld.
00:12:44: Auf der anderen Seite finden wir es toll.
00:12:46: mit digitalem Geld zu zahlen, aber wir fürchten das digitale Geld, weil wir das Gefühl haben, es macht uns kontrollierbar, durchsichtig, transparent und lässt uns das Gefühl auch für Geld verlieren.
00:13:01: Und auf der einen Seite haben wir das Gefühl, wir können uns komplett neu finden, alles ist frei, wir haben so viele Chancen, wir können Avatare bauen, wir können in Second Life einsteigen, wir können irgendwie ein großer Krieger sein, wenn wir wollen.
00:13:14: Und auf der anderen Seite, wenn wir dann vom Fernseher von der Nachrichtensendung sehen, was in der Ukraine beispielsweise passiert, dann fühlen wir uns ganz klein und elend.
00:13:24: Und auf der einen Seite haben wir die KI, die uns sagt, sei empathisch und uns vorschlägt, wie wir am besten einen Heiratsantrag machen.
00:13:34: Und auf der anderen Seite stehen wir davor ohne KI.
00:13:37: haben es anscheinend verloren, dieses Gefühl, die richtigen Worte zu finden, dieses Gefühl auch dafür zu haben, das auch nicht vollständig zu sein oder nicht perfekt zu sein, das Stottern irgendwie das Rot anlaufen, das Scheitern vielleicht etwas ist, was einfach liebenswert ist, menschlich ist.
00:13:53: Und vielmehr irgendwie auch das ist, was wir machen sollten.
00:13:56: Und dann haben wir natürlich Angst.
00:13:57: Auf der einen Seite lieben wir unsere KI und hängen, hey, wie cool, das kann die KI machen.
00:14:02: Und auf der anderen Seite verschwinden wir dahinter und fragen uns mit Angst, wer sind wir denn?
00:14:07: Wer bleiben wir denn?
00:14:08: Und wo haben wir denn noch Platz bei all dem?
00:14:11: Und anstelle zu sagen, das ist ein Instrument, ich hol's mir, ich arbeite damit.
00:14:17: Und die Regierer erst fühlen wir uns dem ausgeliefert.
00:14:21: Verhalten und so, als wenn wir Lemmings sind und einfach nur hinterherlaufen können und das letzte KI-Tool wissen müssen, damit wir noch dabei sind.
00:14:31: Und in den Unternehmen sehen wir natürlich auch bei, dass auf der einen Seite haben wir die alte Garde, die am liebsten die Leute alle kontrollierbar vor sich stehen hat und Homeoffice fürchtet, weil es der erste Schritt zur Selbstständigkeit eines Mitarbeitenden sein könnte.
00:14:47: Und auf der anderen Seite haben wir die coolen Räumlichkeiten, wo du irgendwie chillen kannst, das Gefühl hast du bist irgendwie im Shoppingcenter oder im Freizeitpark.
00:15:00: Und hast, kannst du die superkulsten Getränke ausprobieren, kriegst die Cocktails rangereicht und so.
00:15:07: Und das heißt auch da verschwimmt das Ganze so.
00:15:11: Und zeichnet sich da in einem hohe Kontrastiven, hohe Kontrastiven, was es so alles am Markt gibt.
00:15:22: Wir haben Unternehmen auch die einfach total Wie soll ich sagen, die gar nicht wissen, wo es geht jetzt hin.
00:15:28: Die keine Ahnung mehr haben.
00:15:29: Was passiert denn jetzt, wie geht es weiter?
00:15:33: Was ist so, ja, wo muss ich mich hinorientieren?
00:15:37: Und das, was Sie selbst an Biases produzieren, geben Sie dann eine KI weiter.
00:15:42: Die Munter hat dann andere Biases produziert, bei der Einstellung von Mitarbeitenden zum Beispiel, bei der Bewertung von Mitarbeitenden zum Beispiel.
00:15:51: Das heißt, Die aktuelle Zeit ist extrem spannend, weil die KI uns teilweise sehr dramatischer Spiegel ist.
00:16:02: Ich finde es jetzt ganz interessant, dass du immer wie gesagt hast, weil nicht jeder sich im Zweifel mit diesen Zweifeln identifizieren kann, aber und das glaube ich schon, sie vielleicht bei dem einen oder der anderen etwas stärker ausgeprägt ist, aber irgendwo im Kern doch bei allen vorhanden ist, also all diese Zweifel und all diese... Sorgen, also nehmen wir das Beispiel mit den Bezahlen.
00:16:24: Das hatten wir ja auch schon häufiger, ne?
00:16:26: Also selbst wenn man ein Fan ist von digitalen Bezahlen, wie ich zum Beispiel, dann kann man ja nicht umhin bestimmte Zweifel vielleicht zu haben oder zu sagen, na ja, vielleicht gibt es auch Vorteile von Hartgeld.
00:16:36: Also, es ist interessant, davon wir zu sprechen, weil ich glaube, die Tendenz häufig ist gerade in der so einer Innovationsbabel oder bei Menschen, die sich darum, die dafür begeistert sind, diese digitalen Themen nach vorne zu brechen, ist ja der zweifelnde, häufig der bremsende.
00:16:51: Und deswegen finde ich interessant davon, wir zu sprechen, weil das ja im Zweifel dann doch alle betrifft.
00:16:56: Oder denkst du nicht, es gibt so'n, oder gibt's so'n, die und wir Gedanken bei dieser Sache?
00:17:02: Also gibt's Leute, die bremsen, ist Zweifel gleich bremsen?
00:17:08: In der Vergangenheit wurde Zweifel immer als bremsen gesehen von denen, die nach vorne gehen wollten.
00:17:17: Mittlerweile ist das Ganze differenzierter, weil die, die nach vorne gehen wollen, mehr und mehr auch sehen, welche Darkseids bei den Dingen dabei ist, weil man nicht kontrolliert, weil man einfach laufen lässt.
00:17:36: Ich glaube, es ist so ein bisschen Hin- und Hergerissenheit und ich glaube, es hängt auch damit ein bisschen zusammen, dass häufig die, die sie Treiber, großen Treiber sind, geheiratet haben oder Kinder bekommen haben.
00:17:50: Und plötzlich sehen so, hey, was macht eigentlich meine Technologie mit meinen Kids?
00:17:55: Und plötzlich sehen, dass sie irgendwie sozusagen Devil in the House haben.
00:18:00: Also und selbst dann und dann diejenigen, die eigentlich die fortschrittlichsten sind, die am weitesten sind, dann sagen nie, mein Kind bekommt Zugang zum Internet erst wenn es zwölf ist.
00:18:11: Was will ich damit sagen?
00:18:12: Ich will damit sagen, ich glaube, dass dieses Ausbremsen, dieses Verlangsamen, dass sich das langsam ändert.
00:18:19: Es hat lange gedauert, weil dieses höher, schneller, weiter irgendwie auch in uns Menschen drin ist.
00:18:25: Auch wenn es bedeutet, dass ich dem anderen was dafür wegnehmen muss.
00:18:27: Auch wenn es bedeutet, dass es für einige keine Happy.
00:18:33: kein Happy Way ist, sondern etwas ist, wovon sie niemals profitieren werden.
00:18:39: Auch wenn es etwas ist, was ja einprasselt und einfach Dinge erzeugt, mit denen wir noch gar nicht klarkommen können.
00:18:48: Ich glaube, ich glaube, dass sich langsam da was ändert.
00:18:52: Ich erinnere mich nochmal gut.
00:18:54: Ich bin Espenfellow und von ein paar Jahren, als wir über KI diskutierten, da war ich mit einer anderen Frau die einzige Frau im Raum.
00:19:04: Die anderen waren Männer, die Tech-Visionäre waren.
00:19:09: Und als ich dann kam mit meiner Ethik ... haben die mich so angeguckt und so gesagt, hey, Annabelle, das verstehen wir gar nicht.
00:19:16: Du bist doch Coder.
00:19:19: Du hast auch mehrere Startups schon gemacht, die Hightech haben und du bist doch Zukunftsforscherin.
00:19:25: Was ist das denn?
00:19:26: Und da habe ich gesagt, ihr meint, das ist rückständig, dass ich über Ethik spreche.
00:19:29: Ihr meint, dass es rückständig ist, dass über Menschlichkeit und Menschseinspreche, über Humanität, über Gefühle, über das, was Dinge mit uns machen, die wir konsumieren.
00:19:39: Ich glaube, dass es nichts damit zu tun hat, sondern... dass es weiterdenken ist, dass es verantwortungsvoll ist, diese Gedanken zu machen.
00:19:49: Alles, was wir tun, hat eine Wirkung.
00:19:52: Und das müssen wir uns klar sein.
00:19:55: Wir leben in einer globalen Welt, die wahnsinnig vernetzt ist.
00:19:59: Das, was wir irgendwo tun, hat auch eine Auswirkung auf die anderen Bereiche.
00:20:07: Jetzt
00:20:09: ist es ja gleichzeitig so, dass man zwar bestimmte Aspekte vielleicht mitdenken sollte bei der Implementierung von digitalen Themen, von Hightech und bei einem Schritt in eine immer digital werdende Welt.
00:20:23: Gleichzeitig ist es ja aber auch so, dass man es nicht aufhalten kann.
00:20:27: Das bedeutet, es braucht gerade beim Thema Sicherheit oder es braucht eine gewisse Anpassung und es braucht eine gewisse Fähigkeit, diese Dinge zu implementieren.
00:20:37: Und da ist ja die Frage, wenn man da jetzt Angst hat vor der Veränderung, wenn man da jetzt Angst hat bei der Implementierung, wenn man da vielleicht zögert bei diesen Dingen, gefährdet man doch nicht die eigene Sicherheit.
00:20:46: Also ist diese Angst vor der Veränderung und diese Angst vor dem mehr digitalen, nicht einen Weg, seine eigene Sicherheit zu gefährden und gibt es nicht eine Möglichkeit, vielleicht anders mit dieser Angst umzugehen, mit diesen Zweifeln, mit diesen Sorgen.
00:21:02: Also definitiv ist Angst erstmal grundsätzlich natürlich kein schlechter Wegbegleiter, weil Angst heißt erstmal Vorsicht und ich habe das Gefühl ich muss mich schützen.
00:21:14: Aber letztendlich kann Angst auch lähmend.
00:21:16: Lähmend sein.
00:21:17: Und ich glaube, dass mehr Menschen momentan eine Angst gegenüber dem digitalen Empfinden, die Lähmend ist und die nicht nützlich ist, weil sie nicht irgendwie sagt, Hallo, ich habe Angst, jetzt tue ich mal was, sondern die eher so eine Angst ist wie, Hallo, ich habe Angst, ich verkrümmel mich mal.
00:21:33: Und es gibt ja irgendwie so jemanden, es gibt ja viele Leute, die denken, so der typische Deutsche ist der, ist nicht einer der drei Affen, sondern ist alle drei Affen in einer, in einem.
00:21:43: Ja, leider ist es häufig so, dass irgendwie immer noch so die Idee so, lass uns mal warten, es geht bestimmt vorüber.
00:21:50: Aber wir erleben natürlich gerade auch gar nicht so, wie rasant die Welt sich verändert, weil wir mittendrin sind.
00:21:57: Ich glaube, wenn wir uns zwischendurch mal tief frieren würden für zwei Jahre und kommen dann wieder, dann ist das echt krass.
00:22:03: Und das ist eben auch die Gefahr dabei.
00:22:06: Auf der einen Seite die Gefahr drin zu sein und nicht den Blick von außen zu haben, auf der anderen Seite aber natürlich auch komplett draußen zu sein.
00:22:12: Was ist die Lösung?
00:22:13: Ich glaube, dass die Lösung ist, dass wir häufiger mal gestalttherapeutisch aktiv werden.
00:22:19: Das heißt, unsere Stühle verändern, unsere Sitzposition verändern, uns von verschiedenen Perspektiven angucken, um auch im Kopf und im Saal, im Herz flexibel zu bleiben.
00:22:30: Und ich glaube, dass es auch wichtig ist, dass wir uns das, die Wutzufrage, häufiger mal stellen.
00:22:34: Wutzu tue ich das?
00:22:35: Also warum entwickel ich das weiter?
00:22:37: In welche Richtung entwickel ich das weiter?
00:22:38: Warum?
00:22:39: Was steht dahinter?
00:22:40: Was will ich erreichen?
00:22:42: Und dann braucht gar nicht der etische Keule irgendwie vorne zu stehen, sondern auch nicht.
00:22:50: die Angst ist dann auch nicht der Wegbegleiter, sondern einfach die Frage, wie will ich leben in Zukunft und was braucht das dazu?
00:22:58: Wir wissen alle, dass dieses Buch von James Meadow, was jetzt vor mehr als vierzig Jahren veröffentlicht wurde, Limits of Growth, das ist jetzt keine schöne Ansage, keiner möchte Limits haben und keiner möchte Growth Limits haben.
00:23:11: Jeder möchte eigentlich das Gefühl haben, ich lebe unendlich, es geht mir immer gut, ich habe immer genug Geld, alles ist immer super.
00:23:19: Also dieses Einschränken und so, das finden die Leute alle natürlich doof.
00:23:23: Auch dieses sich überlegen.
00:23:25: Ist das denn gut, dass ich ständig im Internet bin?
00:23:28: Nein, will ich gar nicht überlegen.
00:23:29: Das heißt, wir wollen eigentlich, wir verschließen häufig die Augen vor den Tatsachen.
00:23:33: Und das ist glaube ich das größte Problem bei allem, dass wir uns in Parallelwelten flüchten können.
00:23:42: dass wir damit der Realität so ein bisschen weglaufen.
00:23:47: Und was du sagst, Sicherheit, ja, Sicherheit war objektiv gesehen noch nie so wichtig wie heute und noch nie so komplex wie heute.
00:23:59: Sei es die plus vier vier Nummer, bei der man nicht an den Apparat gehen soll oder die Pishing Mails, wo ich, ja, wo man, wo man wirklich mal ganz genau gucken muss, ob das jetzt wirklich was ist oder nicht.
00:24:11: Also die Skeptis, die Skepsis, die ich gegenüber diesem Medium an den Tag zu legen habe, dass von vielen als bester Freund gesehen wird.
00:24:19: Es ist spannend.
00:24:20: Ich schreibe ja auch für Fokus und ich bekomme häufiger Zuschriften, wenn ich über KI schreibe, dass es gemein ist, wie ich schreibe, weil ich KI so böse Darstelle oder mit KI musste mein Lieb sein und das sind gute Freundinnen oder solche Antworten bekomme ich.
00:24:37: Das heißt die Humanisierung von Technik.
00:24:39: Und wir wissen alle bei, Apple hat es gut funktioniert, wenn ich den den Research Bereich nicht Research Bereich nenne, sondern Sherlock nenne und mein Papierkorb ein Krokodil ist, das finden wir alle gut.
00:24:52: Das ist aber, das birgt aber eine Gefahr.
00:24:54: natürlich, diese Verniedlichung, Verkindlichung, Vergegenständlichung ist in dem Fall etwas, was mir dieser Skepsis teilweise nehmen kann, die definitiv angebracht ist, nicht als eine, die technikfeindlich ist, sondern als eine, die den Bipak-Zettel dabei nicht vergisst.
00:25:14: Aber es ist ja schon so, weil du The Limit of Growth ansprichst, es ist ja schon so, dass Sicherheitsaspekte, Aspekte der Ethik und auch Aspekte der Nutzerzentrierung vielleicht oftmals offensichtlich im Konträr stehen zu wirtschaftlichen Interessen.
00:25:28: Also wir sehen das ja beispielsweise bei extremen Entwicklungen in den USA, wenn es um Überwachungs-Software geht, Palantir, ähnliche Entwicklungen.
00:25:37: Also es ist ja auch sehr schwer, als Nutzer, als Nutzerin sich diesem Gefühl der Ausgeliefertheit nicht einfach hinzugeben auf der einen Seite und auf der anderen Seite für Unternehmen, die ihr ein Zweifel vielleicht gezwungen sind.
00:25:54: Teil einer Entwicklung zu sein, in der sie möglichst schnell auf bestimmte Dinge implementieren müssen, weil es wirtschaftlich sonst problematisch wird, aber dabei die Ethik oder die Sicherheit vernachlässigen.
00:26:06: Siehst du eine Möglichkeit, sowas neu zu denken, ohne auf einen fragwürdigen ethischen Weg einzukähen?
00:26:15: oder siehst du eine Möglichkeit, das zu tun, ohne dass man sich beispielsweise abschottet oder dass man trotzdem mitmacht bei dieser digitalen Entwicklung.
00:26:25: Ich glaube, dass uns keine andere Möglichkeit bleibt, dass wir undenken und nicht entweder oder, weil das entweder oder bedeuten würde, dass wir zurück in die Steinzeit im Grunde und dann komplett abschotten müssten, dass es quasi kaum möglich ist.
00:26:42: Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir alle verstehen, dass wir kluge Regelungen brauchen, um die Zukunft zu schaffen.
00:26:55: Also ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir verstehen, dass wir mit diesem Kontrollverlust irgendwie klar kommen müssen.
00:27:05: Und es ist interessant, aber dieser Kontrollverlust ist ja für Menschen extrem stark und gerade beim technologischen Wandel.
00:27:19: Und dieses Gefühl birgt Überforderung, birgt Entwertung, birgt durch die KI jetzt eine Angst, die in den Alltag reinkommt.
00:27:29: Interessanterweise wird Fortschritt damit als eigentlich Verlust empfunden.
00:27:33: Verlust von Routinen, Kompetenzen, Sicherheit.
00:27:38: Ich glaube, es ist wichtig ist, dass wir verstehen, dass den Fokus zu weiten, das Einzige ist, was uns helfen kann, damit wir uns nicht anders bekannte klammern und auch an die bekannten Wege klammern und Instrumente klammern.
00:27:54: Sondern dass wir stärker an Chancen glauben, stärker Entscheidungen vornehmen, stärker Innovationen in den Fokus setzen.
00:28:04: Statt jetzt zu sagen, Ungewissheit, hallo, amigdala.
00:28:09: Und und das kommt irgendwie zum Flucht und Stress, muss da sozusagen.
00:28:16: Und das erleben wir aktuell.
00:28:17: Das erleben wir aktuell total, dass einfach genau diese Tendenzen spürbar sind.
00:28:24: So ein bisschen wie dieses gestresste Kaninchen.
00:28:28: Ausfurcht, dass man etwas destabilisiert, von dem man eigentlich weiß, dass das schon längst destabilisiert werden müsste.
00:28:35: Weil es nämlich, weil nämlich der Status quo keiner ist, der ausgegoren ist.
00:28:40: Man nennt das ja auch so ein bisschen die Vier-Culture, die wir gerade erleben.
00:28:44: Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch darüber hinaus.
00:28:50: Und ich glaube, es ist wichtig wieder dahin zu kommen, zu spielerischen, zu ausprobieren, zu experimentieren und so ein bisschen dieses Verbissene rauszunehmen.
00:29:05: Aber es ist natürlich auch so, dass es aktuell etwas ist.
00:29:09: Also letztendlich ist diese Automatisierung, die Digitalisierung etwas, was für Fehler das Gefühl gibt, dass sie in ihrem Selbstbild bedroht sind, dass sie in ihrer Identität bedroht sind, ihr Selbstbild verlieren, auch am Arbeitsplatz zum Beispiel.
00:29:27: Und das müssen Unternehmen total ernst nehmen, weil Verletzlichkeit Und das sind diese blenden Flecken des Fortschritts im Grunde.
00:29:36: Verletzlichkeit ist etwas natürlich auf der Einzelte gut, weil man hinterfragt, weil man auch alte Sicherheiten abstreift, aber nicht, weil man es will.
00:29:46: Und das macht eben einfach das Blockiert, das frisst Energie.
00:29:51: Da dürfen viele Unternehmen nachschärfen.
00:29:56: Das, was aktuell passiert, ist aus meiner Sicht keine Lösung.
00:29:59: Jetzt ist vieles, was du ansprichst, was sowohl Privatperson als auch Unternehmen betrifft, ist ja eigentlich muss das Ziel ja sein, eine gewisse Resilienz zu entwickeln.
00:30:08: Die Frage, die ich mir anstelle, weil wir darüber vorhin gesprochen haben, welche Rolle spielt denn auch Anpassungsfähigkeit, um diese Resilienz zu reichen und am Ende des Tages ja dann auch vielleicht eine Art von Wachstum zu gewinnen dadurch.
00:30:22: Ja, also Anpassungsfähigkeit hat ja so zwei Dimensionen.
00:30:26: Auf der einen Seite die unreflektierte Anpassungsfähigkeit, die so ein hinterherlaufen, so ein Lemmingverhalten, applizier, applizierte und auch irgendwie mit Schrecken eben an das denken lässt, was in diesem Land mal wiederfahren ist, dass da jemand war und alle anderen dachten, sie müssten sich anpassen, auch wenn sie anderer Meinung fahren.
00:30:48: Anpassungsfähigkeit ist aber auf der anderen Seite natürlich auch eine Fähigkeit, die bedeutet, dass man nicht da stehen bleibt, wo man ist und sagt, so bin ich halt, sondern dass man versteht, wie man das Ganze adaptiert.
00:31:00: Und jetzt kommen wir zu den Punkten.
00:31:01: Es geht nicht darum, dass man einfach hinterherläuft an Passungsfähigkeit.
00:31:05: Das heißt, dass ich mich mit Dingen auseinandersetze und auch eine klare Position beziehe, dass ich überlege, wo ich stehe, wo will ich hin und was brauche ich dafür?
00:31:18: Und Anpassungsfähigkeit meint auch, eben dann mit Krisen besser umgehen zu können, nicht abzustumpfen, sondern zu wissen, dass ich stark genug bin, um eben auch damit klarzukommen.
00:31:31: Im Gegensatz, also eigentlich meint eine Anpassungsfähigkeit eine stärkere Stärke sozusagen.
00:31:39: Und wenn ich Anpassungsfähigkeit richtig verstehe, meint das nicht das, dass ich da in der Schule sitze in einer Bank, acht Stunden und mich freue, wenn ich den Finger hebe und noch mehr freue, wenn ich dann dran genommen werde, sondern es bedeutet, dass ich das System verstehe.
00:31:55: dass ich das System verstehe und meinen eigenen Weg daran gehe.
00:31:58: Also in der Schule würde ich dann sagen, so lass uns die Bänke verschieben und mein anderes System ausprobieren.
00:32:05: Wir brauchen definitiv andere Systeme, die uns helfen, dass wir nicht nur Resilienz besser praktizieren können, sondern dass wir auch die Future Skills besser erlernen und prüfen können, die uns fähig machen, diese Resilienz zu stärken oder auch eben für bestimmte Dinge zu nutzen.
00:32:25: Und da ist Schule einster schlechtesten Beispiel dafür, leider.
00:32:28: Und leider, wenn man sich überlegt, dass ein Land Dann erstarkt und Gutes tut, wenn es in Bildungsinvestiert, da sind wir definitiv ein Zerschlusslichter, in dem das zu verstehen, was das bedeutet.
00:32:43: Weil du jetzt gerade auch sagtest, bei Bildung sieht es so düster aus in Deutschland.
00:32:47: Ich glaube, da kann wenige Leute was gegen sagen, weil die Zahlen sprechen dafür, sich ergibt es.
00:32:52: Dinge, wo du der Meinung bist, dass wir einem gewissen Alarmismus verfallen.
00:32:56: Also siehst du tatsächlich auch für die Bereiche digitale Kompetenzen, für digitale Sicherheit, so wie es häufig attestiert wird, Schwierigkeiten für den Standort Deutschland, für die Zukunft.
00:33:08: Definitiv.
00:33:09: Also ich meine definitiv, weil wir sind an erster Stelle erstmal der Staat, der zweifelt und lamentiert und überlegt und erstmal guckt, gibt es ja noch irgendwelche negativen Ideen, negativen Vorstellungen, hat noch irgendjemand was einzuwenden?
00:33:25: und darauf warten wir und fragen noch dreimal nach und wenn wir das alles zusammen haben, dann überlegen wir, wie man es denn tun muss und häufig sind wir dann mit unseren wenn wir dann einmal eine Lösung gefunden haben, so schnell und so kompliziert und so auf dem eigenen Eigenweg, der nicht kompatibel ist zur anderen, dass das wieder viel, ja, viel durcheinander produziert.
00:33:48: Und ich glaube, einfach Deutschland muss nicht hinterherren.
00:33:54: Deutschland sollte sein System ändern.
00:33:56: Wir sind stehen geblieben in einem System.
00:33:59: Und dieses System, das vielleicht mal wichtig, gut oder notwendig war, hat sich überholt.
00:34:04: Mit diesem System werden wir nichts reißen.
00:34:07: Und statt zu gucken, dass man den Leuten noch mehr Geld abnimmt, die das Land hier wirtschaftlich voranbringen wollen, die über Generationen hier Unternehmen haben und die weiterentwickeln wollen, guckt man, dass man die belegt mit mehr und mehr Böden.
00:34:24: Als man sagen wollte, wir versuchen euch ja jetzt mal komplett kaputt zu machen.
00:34:29: Das ist sicherlich nicht der Fall.
00:34:31: Aber dieses Land ist jetzt, würde ich sagen, weder startupfreundlich noch unternehmerfreundlich, sondern eher konzernfreundlich.
00:34:42: Das ist eine Entwicklung, die das nicht ganz so einfach macht, weil ja diejenigen, die vor allem hier im Land investieren, es aufbauen aus wirtschaftlicher Sicht, das sind ja die Mittelständler.
00:34:56: Die, die nicht mal eben irgendwie so Leute abstellen können, dass die das CSRD und die Scopes irgendwie zum Beispiel fertig machen.
00:35:06: Die gucken müssen, ob sie dann noch einen Mitarbeiter haben, den sie nehmen können für soziale Herausforderungen unternehmen.
00:35:14: Solche Sachen.
00:35:15: Ja, absolut.
00:35:18: Was denkst du, welche Optionen haben Unternehmen und... bestimmte Haltung zu entwickeln, bestimmte Schritte zu gehen jetzt, um vielleicht so einem Trend auch entgegenzuwirken.
00:35:27: Also was können Unternehmen deiner Meinung nach tun, um eine neuen Definition von Sicherheit in einer neuen Welt oder in einer digitaleren Welt, die Unternehmen erwartet, in Zukunft sich gut aufzustellen?
00:35:39: Für sich.
00:35:40: Also in der Hoffnung vielleicht auch, dass es sich ändert, was für ein System ihn präsentiert wird, aber davon nicht ausgehend.
00:35:47: Was denkst du, sind die Kompetenzen die Unternehmen mitbringen müssen für die Zukunft?
00:35:50: Also ich glaube, dass einerseits Sicherheit ein total wichtiger Punkt ist.
00:35:55: Sicherheitsmechanismen, Sicherheitstools, die ... Jetzt nicht dafür stehen, dass ich Rückstand habe, weil ich alles dreimal checken muss, sondern einfach meine Arbeit so verrichten kann, ohne dass ich Sorge haben muss, dass am nächsten Tag die Firma gehackt ist.
00:36:14: Zweitens.
00:36:15: Ich glaube, dass es extrem wichtig ist, KI-Nauha aufzubauen.
00:36:18: Und zwar, damit meine ich jetzt nicht eine Bibliothek, wo drin steht, welche KI was kann und so, sondern einfach KI-Kompetenzen.
00:36:27: Der Umgang mit KI erfordert Kompetenzen, Kompetenzen zum Auseinandersetzen damit zum Nutzen, zum Einsetzen in größere Zusammenhänge zum Kreieren und verfügbar machen für neue Herausforderungen und auch zu unterscheiden, wo ist KI wichtig und wo ist es blödsinn?
00:36:50: Ja, das ist wahrscheinlich ein ganz entscheidender Faktor, weil ich glaube, Wir haben ja die ganze Zeit schon darüber geredet, dass es nicht Sinn macht, Dinge einfach nur zu machen, um sie zu machen.
00:37:00: Aber gerade beim Thema KI ist es so, dass die Angst da ist, wenn man vielleicht den Überblick verliert, was genau kann sie denn eigentlich gerade tun?
00:37:07: Und dann implementiert man das und vergisst dabei, dass da bestimmte Kompetenzen eigentlich mit dran sind und dass man das sinnvoller wäre, nur bestimmte Tools einzusetzen.
00:37:15: Welches KI-Tool ist dir in letzter Zeit begegnet, was dich wirklich fasziniert, wo du denkst, das ist etwas, was ... für dich perfekt stellvertretend steht, für eine bestimmte Kompetenz, die Unternehmen vielleicht auch beim Thema KI mitbringen sollten.
00:37:31: Also ich meine, das Tolle bei der KI ist ja, dass das ganz stark ich selber bin, die mit meiner Kompetenz das aus der KI rausholt, was ich brauche.
00:37:45: Und damit geht das aus meiner Sicht an erster Stelle um mich selber und meine Kompetenz zu strukturieren, zu organisieren, also Dinge auf den Punkt zu bringen, zusammenzustellen, Dinge zu spezifizieren.
00:38:03: Je genauer ich weiß, was ich will und je genauer ich damit die KI fütte, umso genauer kriege ich das raus.
00:38:13: Und das finde ich ist beeindruckend.
00:38:16: wie ich mit einem schlechten Promnt eben auch schlechte Infos kriege und mit einem guten Promnt genau die Infos kriege, die ich eigentlich gerne auch halt dasselbe schreiben wollen.
00:38:28: Die letzte Frage in diesem Podcast ist eigentlich immer dieselbe.
00:38:31: Es würde mich sehr interessieren, weil wir jetzt in die digitale Welt quasi gesprungen sind, würde mich interessieren, was ist für dich unverhandelbar und digital, unverhandelbar analog, was sind Dinge, auf die du nicht ins digitale übertragen möchtest?
00:38:47: Die menschliche Nähe, Wärme, ich glaube auch, dass trotz Metaverse wir immer das brauchen, um menschlich zu bleiben, um auch die Menschlichkeit nicht zu verlieren.
00:38:56: Also die Umarmung, auch die Hand, die wir vielleicht schütteln, da klappt es auf die Schulter, dieser Blick in die Augen, der total anders ist, als wenn ich Zeit versetzt oder meinetwegen auch Zeitnah, als wenn ich es digital mache.
00:39:15: Ich glaube, dass genau das, also dieses menschliche der Faktor ist, den ich auf jeden Fall nicht auslagern sollte.
00:39:21: Also den du auch nicht auslagerst.
00:39:23: Es geht ja wirklich darum, was für dich auf jeden Fall in Zukunft nicht digital wird.
00:39:27: Ja, also ich sag mal, wenn wir die Empathie, wenn wir die Gefühle, wenn wir all das ins Digitale verlegen, was ja definitiv möglich wäre, dann verlieren wir den Bezug zu uns, zu allem so ein bisschen.
00:39:44: Und ich glaube auch, dass es wichtig ist, auch die Letzter Hand sozusagen immer selbst anzulegen.
00:39:49: Also sprich, wenn ich zum Beispiel mir verschreiben, dass er bei Chat LGBT dann Betrachtliches als Assistent oder als Rat geben darf.
00:39:59: Nicht erstmal einen Output?
00:40:00: Ganz genau.
00:40:02: Den gebe ich immer noch selber.
00:40:03: Ich mache den falsch schläfig, er ändere ich hier, ich erinnert dort und dann prompt ist dann auch manchmal fast eine Seite lang, weil ich ihm genau vorgebe, was ich möchte.
00:40:12: Danke dir sehr, dass du da warst, Annabelle.
00:40:13: Es hat große Freude gemacht, sehr interessant.
00:40:16: Und mit all diesen vielen Dingen alles Gute und hoffentlich auf bald.
00:40:22: Sehr, sehr gerne, sehr gerne auf bald.
00:40:29: Das war's mit dieser Folge von Alles Digital.
00:40:32: Schön, dass Sie zugehört haben.
00:40:34: Mein Name ist Jonas Ross und ich hoffe, Sie sind auch beim nächsten Mal wieder mit dabei.
00:40:38: Wenn Ihnen der Podcast gefällt, dann bewerten Sie ihn doch auf der Podcastplattform Ira War.
00:40:44: Oder wenn es Anregungen gibt, Schreiben Sie uns einen Kommentar.
00:40:48: In jedem Fall sollten Sie dem Podcast abonnieren, damit Sie keinen unserer spannenden Gäste
00:40:52: verpassen.
00:40:53: Bis zum nächsten Mal.
00:40:54: Machen Sie es gut!
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